Trarira, der Kasperl, der ist da!

Aus der „Kunstwerkstatt“ der ersten Klassen.

 
 
 
 
   

 

 

Stiftegeplapper

Nachdem Karolin ihre Hausaufgaben gemacht hatte, überlegte sie, was sie jetzt machen könnte.
Schließlich rief sie: „Ich gehe auf den Spielplatz! Um 17.00 Uhr bin ich wieder da!“ Schon war sie verschwunden. In der Schultasche, die schon fertig gepackt für morgen im Kinderzimmer stand, ging es laut zu. Denn die Stifte im Federmäppchen diskutierten über den heutigen Tag. Ihr müsst nämlich wissen, dass Stifte sehr gesprächig sind. Jedenfalls hörte es sich so an: „Stiftus in Radierrus e Lineallus!“ Das ist stifterisch, die Sprache der Stifte. Aber ich übersetze es euch: „Verflixt, muss Karolin denn immer mich benutzen?! Ich bin schon ganz klein und stumpf!“, schimpfte Leila, die lilafarbene Buntstiftin. Lila war nämlich die Lieblingsfarbe von Karolin. „Ach, jammere doch nicht so rum! Ich wäre froh, wenn ich so beliebt wäre!“, rief die Dunkelgrün. Die Stabilos brauchten sich gar nicht in das Gespräch einzumischen. Sie wurden nie kleiner, blieben immer groß, so oft man sie auch benutzte.
„Übrigens, wie findet ihr meine neuen Glitzerfunken?“, fragte die eitle, rosafarbene Gelstiftin Rosaline. „Geh uns doch nicht immer auf die Nerven!“, meinte die Hellblau. In einer Ecke des Federmäppchens saß der Tintenkiller. Er war ein Neuzugang, Karolin hatte ihn erst gestern gekauft. Plötzlich sagte er zu dem würdigen Füller: „Hoffentlich bist du mir nicht böse, dass ich dich immer weglösche?!“ „Dafür kannst du doch nichts!“, antwortete der Füller gnädig. Er war sozusagen der Chef der kleinen Gesellschaft. Der Bleistift beschwerte sich: „Raddi hat mich vorher schon wieder wegradiert!“ Raddi war der Radiergummi. Die beiden stritten sich häufig, obwohl sie eigentlich gute Freunde waren. In dem Moment rief die Dunkelbraun, die die Wache übernommen hatte: „Psst, Karolin kommt!“ Sofort schwiegen alle. Karolin kam ins Zimmer, legte sich in ihr Bett und schlief ein. Es war inzwischen Abend geworden. Bald schliefen auch die Stifte. Ganz leise hörte man die Orange schnarchen. Sonst war es still. Und wer die Geschichte jetzt nicht glaubt, soll mal die Ohren spitzen. Vielleicht hört er eines Tages auch die Stifte plappern.
Marie, 4. Klasse
 

 

Käpt`n Schnauzbart, der Pirat


„Anker lichten!“, rief Käpt`n Schnauzbart seinen Matrosen zu. Nun stach „Katzenschnauze“, das Schiff, in See. Der Wind stand gut und sie trieben rasch hinaus aufs Meer. Doch mit der Zeit wurde der Wind immer schwächer und Katzenschnauze fuhr immer langsamer. Irgendwann bewegte sich das Schiff nicht mehr vorwärts und schwamm nur noch auf dem Wasser.
Plötzlich sah Piratin Miezi eine kleine einsame Insel mitten im Meer. Die ganze Piratenkatzenbande sprang in die kleinen Rettungsboote und alle paddelten zur kleinen Insel. Als alle ankamen, war es totenstill. „Da ist ein Stück Papier!“, rief Matrose Mäusefresser. Sofort rannten alle Piraten zu dem zerfetzten Papier. „Das ist eine Schatzkarte“, sagte der kluge Pirat Schwarzpfote. „Dann lass uns den Schatz suchen!“, rief Käpt`n Schnauzbart und alle marschierten mit der Karte los. Sie suchten, bis es schon lange dunkel war. Nach einem anstrengenden Marsch sagte Schnauzbart: „Lasst uns morgen weiter suchen und jetzt gehen.“ Am nächsten Morgen suchten sie weiter. Mit einem Mal standen die ganzen Piraten vor einer großen, dunklen Höhle. „Da müssen wir rein, wenn wir den Schatz wollen!“, sagte der Käpt`n. „Da will ich nicht rein!“, jammerte der kleinste Pirat Schnelletatze. „Sei doch kein Waschlappen!“, rief Miezi. Also ging die ganze Bande in die stockdunkle Höhle hinein. Sie gingen 45 Schritte, wie es auf der Karte stand. Plötzlich sahen sie in einer von Fackeln beleuchteten Ecke eine alte Kiste stehen. „Hier drinnen ist es so dunkel! Wenn wir etwas sehen wollen, dann müssen wir die Kiste rausschleppen!“, sagte Schwarzpfote. Also schleppte die ganze Piratenbande die Kiste aufs Schiff. Als Käpt`n Schnauzbart die Kiste öffnete, war die Überraschung groß, denn es waren nur Katzenfutterdosen drin! „Das ist der schönste Schatz, den ich je gesehen habe!“, rief Käpt`n Schnauzbart.
 

 

 


 

1. Klasse: Aus Projekt-Thema „Herbst“
Wir gestalten eine Ausstellung mit unseren gesammelten Blättern und Früchten
„Künstlerwerkstatt“: Bilder aus Blättern
Isabella: Giraffe mit Sonne und Blume
Vanessa: Schildkröte
Anna: Mäusefamilie unter dem Baum

Clara: Vogel und Fische
Lara-Celine: Eule auf dem Ast mit Sonne und Baum
Sarah: Vogel mit Blume und Sonne
Mara :Fische

Annalena: Blume
Jasmin: Weltraumtier